Gesamtschule-Kohlscheid

11. März 2018

Aktuelles

Sommerferien

Mo, 16. Juli 2018 bis Di, 28. Aug. 2018

Grundzüge der Leistungsbewertung an der Gesamtschule Kohlscheid

Vorbemerkungen

Das vorliegende Konzept ist ein erster Entwurf, obligatorische Rahmenbedingungen für die Leistungsbewertung an der Gesamtschule Kohlscheid zu benennen.

Die Fachschaften spezifizieren in den jeweiligen schulinternen Fachcurricula die hier dargelegten Grundaussagen.

Ziel der Konzeption ist es, die Leistungsbewertung für Schüler, Eltern und Lehrer transparent und nachvollziehbar zu erklären und somit eine vertrauensvolle und zielgerichtete Arbeit zu unterstützen.

Das Konzept orientiert sich dabei an entsprechenden Ausführungen in den Fachcurricula, an rechtlichen Vorgaben sowie praktizierte Formen der Leistungsbewertung und Rückmeldung.

1. Gesetzliche Grundlagen der Leistungsbewertung (Sek I)

Die Beurteilung von Schülerleistungen in der Sekundarstufe I wird geregelt durch das Schulgesetz § 48 und die APO-SI §6. Ergänzt werden diese Grundlagen durch eine Reihe von Erlassen wie dem LRS-Erlass, dem Hausaufgaben-Erlass und dem Erlass zur Lernstandserhebung. Zusätzlich finden die Vorgaben der Kernlehrpläne für die jeweiligen Fächer Berücksichtigung. Alle Lehrerinnen und Lehrer haben die Pflicht, sich über die aktuellen Vorgaben zu informieren. Die Fachkonferenzen überarbeiten regelmäßig ihr schulinternes Curriculum, erweitern es sukzessiv - parallel zum Ausbau der Schule - und orientieren sich dabei am aktuellen Stand der Kernlehrpläne (soweit diese vorhanden sind).

2. Grundsätze der Leistungsbewertung

Alle Schülerinnen und Schüler haben Anspruch auf einen guten Unterricht, eine ungestörte Lernatmosphäre und individuelle Förderung, um einen bestmöglichen Leistungsstand zu erreichen.

Entsprechend dem im Schulprogramm verankerten Leitbild ist die Leistungsbeurteilung durch Chancengleichheit und gegenseitige Wertschätzung geprägt.

Leistungsbeurteilung ist im Schulalltag allgegenwärtig. Deshalb ist es wichtig, bei allen am Lernprozess Beteiligten das Bewusstsein dafür zu schärfen.

Ziel der Leistungsbeurteilung ist es, den Stand des Lernprozesses für die einzelnen Schüler festzustellen, um eine Grundlage für die individuelle Leistungsentwicklung und -förderung zu schaffen. Dabei muss man unterschiedliche Lerntypen, Kenntnisse, Fähigkeiten und Interessen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen. Hier ist in jeder Hinsicht Vielseitigkeit gefordert.

Die Transparenz der Leistungsbewertung ist ein weiterer wichtiger Faktor. Die Schülerinnen und Schüler sollten wissen, was von ihnen erwartet wird und welche Kriterien der Beurteilung herangezogen werden.

Alle Lehrerinnen und Lehrer geben nach vorheriger Absprache Auskunft z. B. über den derzeitigen Leistungsstand und die Möglichkeiten der Leistungsverbesserung der Schülerinnen und Schüler.

3. Leistungsbewertung und Qualitätssicherung

Um Lernerfolgsüberprüfungen (i.d.R. Klassenarbeiten und die Lernstandserhebung 8) für die Qualitätsentwicklung und -sicherung auszuwerten, evaluieren die Fachkonferenzen in regelmäßigen Abständen die Ergebnisse und lassen sie in Fachabsprachen oder das schulinterne Curriculum einfließen.

4. Schriftliche Arbeiten (Klassenarbeiten / Kursarbeiten )

Für die Durchführung und Anzahl der Klassenarbeiten gelten die Bestimmungen, wie sie unter der APO-SI §6 und den Verwaltungsvorschriften zur APO-SI unter 6.1 zu finden sind.

Folgende Regelungen sind deshalb gültig:

  • Die Anzahl und Dauer der Klassenarbeiten ist pro Jahrgang und Schulform vorgeschrieben und der Tabelle im Anhang zu entnehmen (s. Anhang 6.1).
  • Es gelten die vorgegebenen Aufgabentypen im Kernlehrplan.
  • Die Schülerinnen und Schüler müssen mit den Aufgabentypen vertraut sein und Gelegenheit zur Übung haben.
  • Nur in begründeten Fällen wird mehr als eine Klassenarbeit innerhalb eines Schuljahres zu ein und demselben Aufgabentyp geschrieben.
  • Einmal im Schuljahr kann pro Fach eine Klassenarbeit durch eine andere Form der schriftlichen Leistungsüberprüfung ersetzt werden.

Die Kolleginnen und Kollegen geben der Abteilungsleitung nach jeder geschriebenen Arbeit eine Übersicht zu den Noten (s. Anhang 6.2). Zudem werden Aufgabenblatt und Bewertungsbogen mit dem jeweiligen Erwartungshorizont und Bewertungsspiegel eingereicht. Um die Vergleichbarkeit der Leistungsanforderungen zu gewährleisten, können von der Abteilungsleitung Arbeiten in exemplarischer Auswahl verlangt werden.

4.1 Planung von Klassenarbeiten

Klassenarbeiten bedürfen einer zielgerichteten Vorbereitung und Übung im Unterricht. Sie basieren auf den gemeinsam vereinbarten Absprachen des schulinternen Fachcurriculums. Die Termine für die Klassenarbeiten werden von der Abteilungsleiterin/dem Abteilungsleiter in Abstimmung mit den Fachkolleginnen/den Fachkollegen bzw. den Fachkonferenzen zu Beginn des jeweiligen Schulhalbjahres festgelegt.

Die Planung berücksichtigt die gleichmäßige Verteilung der Arbeiten auf das Halbjahr.

4.2 Kriterien der Bewertung

Schon bei der Aufgabenentwicklung für eine Klassenarbeit ist es wichtig, verschiedene Anforderungsniveaus zu berücksichtigen.

Die Zuordnung von Punkten und bestimmten Leistungen muss eine sachgerechte Gewichtung erkennen lassen. Für die Schülerinnen und Schüler muss nachvollziehbar sein, warum sie für die eine Aufgabe nur wenige, für eine andere Aufgabe viel mehr Punkte bekommen haben.

Um den Bewertungsvorgang für Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Eltern transparent zu machen, bietet es sich an, nicht nur die Note unter die Klassenarbeit zu setzen, sondern einen Beurteilungsbogen für die Hand des Schülers zu erstellen. Dieser kann den Schülerinnen und Schülern auch zeigen, welche Lösungen möglich waren und hilft ihnen, die eigenen Defizite zu erkennen und aufzuarbeiten.

Zudem wird häufig auch für die Festlegung der Leistungsnote (s. Leistungsbewertung Fach- curricula) ein Berechnungssystem eingesetzt, welches sich an den zentralen Prüfungen orientiert (s. Anhang 6.3) oder eine 15-prozentige Stufung aufzeigt wie z.B. im Fach Mathematik (s. Anhang 6.4). Da eine rein rechnerische Ermittlung der Noten nicht zulässig ist, sollten in Zweifelsfällen auch pädagogische Erwägungen zur Notenbildung herangezogen werden.

5. Kriterien der Bewertung „Sonstige Mitarbeit“

Im Bereich der „Sonstigen Mitarbeit“ wird beurteilt, inwieweit die Schülerinnen und Schüler vor allem zu mündlichen Beiträgen im Rahmen des Unterrichtsgeschehens fähig und bereit sind. Dabei spielen Qualität und Kontinuität der Beiträge eine Rolle.

Für die Bewertung dieser Leistungen gelten dieselben Grundsätze, die unter 2 genannt wurden.

Im Anhang finden sich neben den jeweiligen fachbezogenen Bewertungskriterien der schriftlichen Arbeiten auch die von den Fachkonferenzen verbindlich festgelegten Rahmenbedingungen für die Bewertung der „sonstigen Mitarbeit“ (s. 6.2). Die Maßstäbe und Instrumentarien dieser Bewertung weiter zu entwickeln, zu vereinheitlichen und transparent zu machen, ist das Ziel der Qualitätsentwicklung an unserer Schule.

Im Download-Bereich finden Sie das vollständige Leistungsbewertungskonzept mit allen Anhängen.

Leistungsbewertungskonzept - Stand: Januar 2018 (824,60 kB)
Leistungsbewertungskonzept, Überblick - Stand: Januar 2018 (272,56 kB)